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Irgendwann, ich war 15, oder 16 jahre alt, wurde in der Schule ein Abonnement der "Musikalischen Jugend" für eine Reihe von Jazzkonzerten angeboten. Da ein paar Freunde diese besuchen wollten und die Karten sehr billig waren, bin ich halt auch mitgegangen. Das erste Konzert werde ich nie vergessen. Es fand im Wiener Konzerthaus statt und wurde von Kid Ory, einem legendären Posaunisten und Protagonisten des New Orleans Stils dargeboten. Seit dieser Kunst Kultur JazzZeit bin ich Jazzfan.

Der Name Jazz leitet sich vermutlich von einem vulgären Ausdruck im Zusammenhang mit speziellen sexuellen Praktiken ab. Möglicherweise auch vom Namen eines bei afrikanischen Sklaven üblichen Tanzes. Jedenfalls wird dieses Wort seit etwa 1915 für die Art der Musik verwendet, die sich aus den Spirituals und dem Ragtime der amerikanischen Neger entwickelte.

Die erste Stilrichtung, die sich Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zunächst als reine Negermusik entwickelte, war der New Orleans Stil. Wenig später, als die ersten weißen Musiker die neue Musik zu spielen begannen entstand der Dixiland Stil. Stilistisch ist kaum ein Unterschied, der New Orleans Stil ist etwas erdiger, ursprünglicher, weniger technisch perfekt, während der Dixiland verspielter, präziser und kühler anmutet. Auch sind im Dixiland Solo-Improvisationen üblicher, während im New Orleans eher kollektiv improvisiert wird.

Ab der Hälfte der "Roaring Twenties" begann die Zeit des Swings. Zu dieser Zeit war der Jazz bereits zu einer anerkannten Musikgattung geworden, die Trennung schwarzer und weißer Musiker gab es nicht mehr. So spielte Lionell Hampton in der Band von Benny Goodman und Louis Armstrong wurde als Jazzmusiker ein Welstar.

Anfang der 40er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts entwickelte sich aus dem Swing, der eher von Big Bands und mehr kollektiv als individuell gespielt wurde, der Bebop, der als erster Stil des Modern Jazz bezeichnet wird. Herausragende Musiker dieser Richtung waren Charlie Parker, Dizzy Gillespie, Thelonious Monk, um nur einige zu nennen.

Ab dieser Zeit wirds dann unübersichtlich und kaum mehr chronologisch darzustellen. Der Cool Jazz, der zeitllich ein Nachfolger des Bepop sein könnte und ein Vorläufer des Free Jazz, wird immer noch gespielt. Ja sogar der New Orleans erlebte eine Wiederbelebung in den Fünfzigern.

Meine persönlichen Vorlieben haben sich auch gewandelt. War ich zunächst ein Idealist, dem nur der reine Jazz in die Ohren kam, kann ich mir heutzutags sogar einen Louis Arnstrong anhören, der "Hello Dolly" singt.

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Beschreibung und Auflistung österreichischer Jazzmusiker sowie Dokumentation der österreichischen Jazzgeschichte

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